Künstler verdienen im Internet Geld
Die Zeiten, in denen Künstler ihre Werke zwingend in Gallerien ausstellen mussten, um ein möglichst breites Publikum zu erreichen, und schließlich erfolgreich zu verkaufen, sind vorbei, denn dank des Massenmediums Internet ist es möglich, interessierten Kunden seine Werke zu zeigen, ohne dabei die eigenen vier Wände zu verlassen. Dieser Artikel umfasst eine kleine Auswahl an Möglichkeiten, wie man als Künstler im Internet Geld verdienen kann.
Die Arbeitsgemeinschaft Kunst, zu erreichen unter www.kunst.ag, ist eine der größten Kunstbörsen Deutschlands. Ähnlich wie bei eBay können Künstler hier ihre Werke in digitaler Form (Fotos werden nativ unterstützt, Videos können per Link eingebunden werden) zu präsentieren, und sie entweder per Auktion versteigern zu lassen, oder zu einem selbst festgelegten Festpreis verkaufen. In besonderen Fällen können auch Angebote bezüglich Vermietung oder Leasing eingestellt werden. Die Anmeldung bei kunst.ag ist im ersten Monat kostenfrei, danach werden für jeden weiteren Monat vier Euro fällig. Besonders positiv ist die Tatsache, dass man für den wirklich schmalen Preis eine Menge geboten bekommt, denn die Künstler dürfen bis zu 50 Auktion parallel einstellen, über eine Profilseite sich und ihre Werke präsentieren und umfassende Informationen bereitstellen. Alle Auktionen bei kunst.ag sind provisions- und gebührenfrei und der gesamte Erlös geht an die Künstler.
Einen ähnlichen Ansatz, aber verknüpft mit moderneren Elementen und wesentlich stilistischer, verfolgt auch die Webseite artfolio, die vor allem durch die ausgefallene Möglichkeit besticht, seine Werke in virtuellen 3D-Galerien ausstellen zu können. Dieses Konzept klappt besonders bei Bildern ausgesprochen gut, denn dank WebGL werden die Kunstwerke direkt “in Szene gesetzt”, und können direkt im richtigen Licht betrachtet werden. Eine Registrierung auf artfolio ist kostenlos, allerdings werbebehaftet und bietet rudimentäre Funktionen wie die eigene Vita und die Ausstellung von Werken als klassische Galerie. Zugriff auf die vollen Funktionen erhält man nur durch einen Gold-Account, der 37,20 € kostet und ebenfalls die Werbung abschaltet. Damit die Werke in die 3D-Galerien eingefügt werden können, müssen sie in digitalisierter Form im jpeg-Format vorliegen, was kein Problem ist, wenn es sich um Bilder handelt, aber schwer ist, wenn es um handwerkliche Kunst oder gar Installationen geht. Solche Artikel können aber außerhalb von Auktionen in der persönlichen Vita ebenfalls angepriesen werden. Leider bietet artfolio keine Möglichkeit für zeitlich begrenzte Auktionen und das Erstellen der Galerien könnte komfortabler sein. Der Verkauf ist aber, wie bei der Arbeitsgemeinschaft Kunst, provisions- und kostenfrei.
Bei beyars.com handelt es sich hauptsächlich um eine Informationsseite über Auktionshäuser, deren angebotene Artikel, Termine und Produktbeschreibungen. Das Angebot reicht von Antiquitäten über Bilder und handwerkliche Kunst bis zu Schmuckstücken aller Arten. Auch wenn es sich hierbei nicht um eine reine Verkaufsplattform handelt, bietet die Redaktion der Webseite einen besonderen Service, der verkaufswillige Künstler und Händler sowie Auktionatoren zusammenbringt, um schließlich das Objekt in besonderem Maße zu präsentieren, und zu versteigern. Da die Redaktion der Auffassung ist, dass Kunst nicht nur als Bild gesehen, sondern optisch und haptisch real erfasst werden muss, werden hier keine Online-Auktionen angeboten. Der Service für die Vermittlung von Händlern und Auktionatoren ist vonseiten der Betreiber provisions- und kostenfrei. Interessierte Künstler können ihre Werke per E-Mail mit ausführlicher Beschreibung und einigen Bildern einsenden.









